Im Monat Dezember hatte die Bevölkerung die Gelegenheit, ihren Favoriten als Preisträger des „Gerupften Basilisk“ 2014 zu wählen. Eine Mehrheit entschied sich für den Haltestellenumbau auf dem Bruderholz. Dieser Umbau steht nach Ansicht des Bundes der Steuerzahler Basel-Stadt symbolisch für den übertriebenen Um- und Ausbau aller Haltestellen im Rahmen der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes.

gerupfter basilisk 2014

Es ist unbestritten, dass die Zugänglichkeit des öffentlichen Verkehrs wichtig und richtig ist. Der Vergleich mit anderen Kantonen zeigt jedoch, dass Basel-Stadt diese Bundesvorgabe mit grossem Aufwand betreibt und hierbei bei vielen Haltestellen zugleich noch Umgestaltungen vornimmt, welche den Preis in die Höhe treiben.

Der diesjährige Preisträger zeigt dies exemplarisch auf: Die Haltestelle Airolostrasse wird – zum  Unmut der Anwohner – aufgehoben, weil andere Haltestellen verschoben werden. Es erscheint somit offenbar als besser, keine Haltestelle zu haben, statt eine solche, die nicht vollumfänglich behindertengerecht ist.

Der Bund der Steuerzahler verleiht den „Gerupften Basilisk“ seit dem Jahr 2013 symbolisch in Form einer Urkunde an die zuständige Behördenstelle. Im letzten Jahr zeichnete sie die Einführung der Parkgebühren für Motorroller aus.

„Gerupfter Basilisk“ 2014 geht an Umbau der Tramhaltestelle Bruderholz

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