„Der gerupfte Basilisk“ 2013

gerupfter basilisk 2013

 

Die Nominierten:

Einführung von Parkgebühren für Motorräder und Roller

Es ist ein Schildbürgerstreich sondergleichen: Aus ideologischen Gründen soll das motorisierte Zweiradfahren möglichst erschwert werden. Dies obwohl objektiv betrachtet weder Platzprobleme noch ein Übermass an Motorrädern durch Basel fahren. Statt Roller als städtefreundliches Mittel zur Entlastung der Strassen vom Autoverkehr zu betrachten, wird ein Parkregime eingeführt, dessen Durchsetzungsschwierigkeiten bereits jetzt absehbar sind. Ganz abgesehen von den Kosten, die der Steuerzahler für regelmässige Kontrollen berappen werden muss.

 

Beitrag an Basel Peace Office

Weltfrieden durch atomare Abrüstung – sicherlich ein ehrenwertes Anliegen, wenn auch eher naiv. Inwiefern ein Kanton darauf Einfluss nehmen kann, bleibt ohnehin schleierhaft. Es ist kaum anzunehmen, dass zwei Personen mit ihrem Basler Büro erreichen, was weltpolitischen Akteuren seit Jahren und Jahrzehnten nicht gelungen ist. Der Kantonsbeitrag an das Basel Peace Office ist daher vielleicht gut gemeint, letztlich aber nichts anderes als persönliche Imagepflege auf Kosten des Steuerzahlers.

 

Neue Küchengeräte in der Liegenschaft Bäumlihof

Viel Geld investiert der Kanton Basel-Stadt jährlich in ökologische Projekte und bemüht sich, in diesem Bereich vorbildlich zu handeln. Kaum in dieses Image will jedoch das Vorgehen von Immobilien Basel-Stadt passen, in 156 Wohnungen der Liegenschaft Bäumlihof Küchengeräte zu ersetzen, die erst vier Jahre alt waren. Dies angeblich aus ökonomischen Gründen. Die „alten“ Küchengeräte wurden unentgeltlich der Bauteilbörse zur Verfügung gestellt, die Kosten trägt der Steuerzahler.

 

Neubau der Liestaleranlage

Grünanlagen sind wichtig für die Bewohner des Kantons. Es ist daher verständlich, dass diese von Zeit zu Zeit erneuert werden müssen, um den Bedürfnissen der Anwohner zu entsprechen. Kein Verständnis verdient jedoch der teure Neubau eines Unterstandes, der als „sozialer Bestandteil“ und „Kristallisationspunkt des Quartiers“ verkauft wird, letztlich aber nicht viel mehr ist als eine gedeckte Fläche, die weder seitlich witterungsgeschützt noch für den angegebenen Zweck gross genug erscheint. Profitieren kann höchstens der Buvettenbetreiber, der seinen Kunden gedeckte Stehplätze anbieten kann. Die Rechnung geht an den Steuerzahler.

 

Neuer Kulturförderpreis

Weniger staatliche Preise und Ehrungen wollte der Regierungsrat 2007 verleihen und gab deshalb eine umfassende Prüfung in Auftrag. Weil kein Amt auf die öffentliche Aufmerksamkeit verzichten wollte, scheiterte dieses Projekt jedoch kläglich. Stattdessen wurde nun mit dem Kulturförderpreis eine weitere neue Ehrung erfunden. Ein Preis, mit dem die Kulturabteilung des Präsidialdepartements sich auf Kosten des Steuerzahlers als wohltätiger Kulturförderer ins Rampenlicht stellen will.

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