Der Bund der Steuerzahler (BDS) Basel-Stadt ist enttäuscht, dass der Grosse Rat den Anzug Brigitte Heilbronner betreffend Parkplatzbewirtschaftung für Motorräder und Roller heute stehengelassen hat. Damit werden ab Sommer 2013 zumindest in der Innenstadt Parkgebühren erhoben  und gleichzeitig eine Chance zur natürlichen Verkehrsumlagerung verpasst. Der BDS wird den Kampf gegen die Rollergebühren nicht aufgeben und sich dafür einsetzen, dass die mit über 1‘200 Unterschriften zustande gekommene Petition gegen die Gebühren eine Mehrheit im Parlament findet.

Der BDS Basel-Stadt bedauert den heutigen Entscheid des Parlaments zum Anzug Brigitte Heilbronner. Damit kann Regierungsrat Wessels, wie schon von langer Hand und auf stillem Verordnungswege geplant, nun die Parkgebührenerhebung für Motorräder und Roller umsetzen.

Das Parlament hat mit seinem heutigen Ja einen fragwürdigen Entscheid zur Verkehrsberuhigung und –entlastung in der Innenstadt gefällt. Statt die Chance zu sehen, dass durch den Umstieg auf Motorräder deutlich weniger Autos durch die Strassen fahren würden und damit der Platzbedarf für Parkplätze geringer würde, wird das Velo weiterhin als Allheilmittel aller Verkehrsprobleme propagiert und protegiert. Es ist zu bedauern, dass das Parlament mit eine solch einseitige Verkehrspolitik mit unnötigen Gebühren unterstützt.

Der BDS Basel-Stadt hofft nun, dass die vor Kurzem mit über 1‘200 Unterschriften eingereichte Petition gegen diese Parkgebühren eine Mehrheit im Parlament finden wird. Diese Unterschriften sind ein Ausdruck der deutlichen Ablehnung von Roller-Parkgebühren, welche gemeinhin als Abzockerei verstanden. Der BDS Basel-Stadt wird sich daher, im Rahmen seiner Möglichkeiten, weiterhin gegen die Einführung dieser Parkgebühren einsetzen.

Bund der Steuerzahler Basel-Stadt enttäuscht über das Ja zu Parkgebühren für Motorräder und Roller

Ein Gedanke zu „Bund der Steuerzahler Basel-Stadt enttäuscht über das Ja zu Parkgebühren für Motorräder und Roller

  • 20. März 2013 um 21:13
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    Wenn man also in der Innenstadt arbeitet, aus der Agglomeration kommt und aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen vom Auto auf den Roller umgestiegen ist, wird man nun wieder einmal mehr „bestraft“.
    Als Teilzeitkraft mit Pensen von 3 – 4 Std. am Stück, müsste ich nun also zukünftig von meinem eh schon schmalen Verdienst noch für rund 5 Std. Parkgebühren bezahlen. Da ich mit 55 Jahren, um über die Runden zu kommen, auf mehrere Jobs angewiesen bin, ist es aber auch wichtig, dass ich mich schnell von einem Job zum andern verschieben kann. Mit dem ÖV wäre das meist gar nicht möglich.
    Als sozial denkende Mitbürgerin habe ich immer mehr Mühe mit unserer rot-grünen Regierung, die offensichtlich in einer ganz eigenen kleinen, engen Welt lebt und wohl ausschliesslich aus Velofahrenden besteht, die alle im Stadtzentrum wohnen. Aber nicht alle können, selbst wenn sie wollten, mit dem Velo unterwegs sein.
    Für mich ist klar, wenn diese Parkgebühren tatsächlich nun im Sommer kommen, werde ich die Basler Innenstadt einkaufsmässig auf alle Fälle meiden, weil ich dann, um die Parkgebühren zu umgehen, ausserhalb der Innerstadtzone parkieren muss und von dort zu Fuss zur Arbeit gehe. Einkaufstaschen schleppen liegt dann halt nicht mehr drin. Tut mir leid für die Läden und ich hoffe, es werden viele andere 2-Rad-Motorisierte das Gleiche tun.
    Wutbürger erhebt euch gegen diese Bananenrepublik und Abzockerland Schweiz!

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